Haag und seine Bürger sind ein Glücksfall

Beruflich wie auch privat komme ich viel umher und auch mit vielen Leuten ins Gespräch. Als begeisterter Kommunalpolitiker kommt das Thema auch hin und wieder auf unseren tollen Ort. Man beschreibt den Markt mit seinem historischen Kern, die günstige Lage in Oberbayern, gelegen zwischen zwei Bundesstraßen im erweiterten Speckgürtel um München, mit dem fantastischen Blick auf die Alpen. Es existiert noch ein Handel und Gewerbe bei uns, wir können uns noch ein Hallenbad und ein Naturfreibad leisten und es gibt einige ortsansässige Investoren am Ort, die in Haag investieren wollen. Wir haben ein relativ aktives Vereinsleben, eine gute ärztliche Versorgung, mehrere Schulen und Kindergärten. Ich kann meine Fußballschuhe, meine Hemden oder meine Lebensmittel in Haag einkaufen und muss nicht woanders hinfahren. Ich zähle das auf, weil es uns Haagern als gegeben vorkommt, als etwas Normales. Aber ich bekomme oft neidvolle Blicke meiner Gesprächspartner, wenn ich von den Möglichkeiten hier an unserem Ort erzähle.

Uns sollte daher bewußt sein, dass all dies nicht selbstverständlich ist. Und es ist keine Einzelleistung, nicht der alleinige Verdienst einzelner Personen. Auch ein Bürgermeister, ein Gemeinderat, ein Geschäftsmann oder ein Vereinsvorsitzender sind nur Puzzlestücke im großen Bild, welches in der Summe unseren Ort ausmachen. Diese Personen können bestimmte Impulse für die Entwicklung setzen, aber das große Potential unseres Ortes liegt in unserer Gemeinschaft:

So viele kluge Köpfe mit all den verschiedenen Fähigkeiten;

die Leidenschaft vieler, die sich am Ort einsetzen;

den Mut, ein Geschäft in Haag zu betreiben oder in diesen Ort zu investieren.

Daher darf es nicht heißen „entweder oder“, nicht „entweder Kultur oder Wirtschaft“, nicht „entweder ortsansässige Kultur oder externe Künstler“, nicht „Kläranlage oder Zehentstadl“, nicht „entweder Handel oder Hauptstraße“. Wir müssen GEMEINSAM Lösungen finden und aus den „entweder oder“ ein „sowohl als auch“ machen, auch wenn es vielleicht keine Goldrand-Lösungen geben wird.

Haag hat so viele Möglichkeiten, wir sollten mehr wagen, mehr umsetzen. Öfter auch mal pragmatisch eine Lösung vor Ort finden. Wir haben viele Haager Betriebe mit einer enormen Expertise, die sollten wir nutzen und einbinden in Haager Projekte. Das heißt nicht, dass alles mit Haagern gelöst werden kann, aber der Spielraum, wo ich die Wertschöpfung lokal heben kann, ist groß, und: geht es Haagern Betrieben gut, bekommt der Ort mehr Steuern, die man wieder in den Markt und für uns alle investieren kann.

„Sowohl -als-auch“-Lösungen zu finden ist nicht leicht. Um das zu schaffen, müssen wir, die wir uns in der Kommunal-Politik engagieren, etwas lernen: mehr zuhören, mehr verstehen lernen, mit den Leuten auf Augenhöhe reden und Lösungen erarbeiten. Jedem recht machen wird man es nie können, das zu glauben ist naiv. Aber den Leuten zuhören, so dass sie verstehen, sie werden gehört, auch wenn sie mit der Lösung nicht immer einverstanden sind, zeugt von Respekt und Gemeinsinn.

Das Amt des Bürgermeisters heißt zu führen, aber Führung heißt auch: andere Meinungen und Ideen anzunehmen, die Leute mitzunehmen und sein Handeln zu erklären. Durch eine Wahl wird keine Person weiser oder klüger. Demut und Respekt sollten auch Teil unseres Handelns sein und wir sollten uns bei jeder Entscheidung fragen: „Braucht’s das für Haag, bringt das Haag einen Nutzen?“ Und unsere Entscheidungen sollten wir transparent den Bürgern mitteilen und, wie gesagt, zuhören.

Warum stelle ich mich zur Wahl?

Weil Haag und seine Bürger ein Glücksfall sind und es ist mir eine Ehre, GEMEINSAM mit diesen tollen Menschen mit all ihrem Potential, für Haag zu arbeiten, den Ort, an dem ich mit meiner Familie lebe und der mich seit meiner Geburt geprägt hat.

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